Frage die Katze! Der Gourmetkater weiß fast alles!

Montag, 29. Juli 2013

In Gourmetkaters Postkorb: Pflanzenvielfalt auf Äckern und in Gärten bedroht

Ich habe heute in meinem Postkorb eine neue Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen die EU-Saatgutreform erhalten, die ich hiermit gleich an Sie weiterleiten möchte.
Denn wie Sie wissen, habe ich die Petition gegen dieses unsinnige neu geplante Saatgut-Gesetz der EU unterzeichnet, weil es nur dem Schutz der Geldinteressen der großen Saatgutkonzerne dient.

Hier ist die genannte Pressemitteilung, wir würden uns freuen, wenn Sie diese über die Ihre Netzwerke weiter verbreiten (einfach die AddThis-Knöpfe unten oder auf der linken Seite nutzen):
------------------
Presse-Erklärung vom 26. Juli 2013


Pflanzenvielfalt auf Äckern und in Gärten bedroht

Breites Bündnis fordert Umsteuern bei der Neufassung des EU Saatgutrechtes

„Konzernmacht über Saatgut? – Nein danke!“ Zu diesem Fazit kommen Vielfalts-Erhalter, 
Bio-Züchter, Verbraucher- und Umweltorganisationen bei ihrer Analyse des Reformvorschlages der EU-Kommission zum Saatgutrecht. Unter diesem Titel veröffentlichen sie heute 
eine Stellungnahme und fordern eine radikale Richtungsänderung der Saatgut-Gesetzgebung.
Mit überstrengen Zulassungsregeln hat das EU-Saatgutrecht über bald fünf Jahrzehnte den 
Verlust der genetischen Vielfalt auf dem Acker gefördert und zur massiven Ausweitung der 
Marktmacht von wenigen Saatgutkonzernen beigetragen. Am 6. Mai dieses Jahres hat die 
EU-Kommission ihren Vorschlag zur Reform des Gesetzes vorgelegt, der nun von vielen Verbänden kritisiert wird, da er die Gelegenheit zum Umsteuern verpasst. „EU-Ministerrat und 
EU-Parlament müssen nun klare Zeichen setzen und den Gesetzesvorschlag für die Erzeugung und Vermarktung von Saat- und Pflanzgut von Grund auf neu ausrichten“, sind sich die 
unterzeichnenden Organisationen einig. 
Alle alternativen Saatguterzeuger, die biologische Vielfalt, die Umwelt und die Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch viele Landwirte hätten das Nachsehen, wenn dieser 
Reformvorschlag durchkommt. Die großen Saatgutkonzerne sollen dagegen noch stärker 
bevorzugt werden. Um die Vielfalt des Saat- und Pflanzgutes zu erhalten und neu zu ermöglichen fordern die Unterzeichner des Papiers:
1. Die Gesetzgebung muss sich darauf beschränken, die Vermarktung von Saat- und 
Pflanzgut allein für den kommerziellen Anbaus und oberhalb bestimmter Mengen zu 
regeln!
2. Der Austausch von Saat- und Pflanzgut unter Bauern und Gärtnern muss frei bleiben. 
Er darf nicht von der Verordnung geregelt werden.
3. Der Verkauf von Vielfaltssorten muss frei bleiben, er ist für deren Erhaltung und weitere 
Verbreitung noch wichtiger als der Tausch. Eine Registrierung aller Menschen und 
Organisationen, die Vielfaltssorten verkaufen, ist nicht angemessen, auch nicht aus 
Pflanzengesundheitsgründen, und darf nicht Vorschrift werden! 
4. Für die Vermarktung traditionell gezüchteter Sorten muss die amtliche Marktzulassung 
freiwillig sein, sofern darauf keine geistigen Eigentumsrechte (Sortenschutz oder Patente) beansprucht werden.
5. Die Zulassungskriterien und Testverfahren amtlicher Marktzulassungen dürfen Sorten 
für den Ökolandbau nicht länger benachteiligen.
6. Bei amtlich zugelassenen Sorten und Pflanzenmaterial ist Transparenz sicher zu stellen: 
sowohl über die erteilten geistigen Eigentumsrechte, als auch über verwendete Techniken wie Hybridzucht oder die neuen gentechnikähnlichen Züchtungsmethoden!
Pflanzenvielfalt auf Äckern und in Gärten bedroht
Breites Bündnis fordert Umsteuern bei der Neufassung des EU Saatgutrechtes
Presse-Erklärung vom 26. Juli 2013
Unterzeichner:
Arche Noah, Bingenheimer Saatgut AG, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland 
(BUND), Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dachverband Kulturpflanzen- 
und Nutziervielfalt, Dreschflegel e.V., Europäisches BürgerInnen-Forum, Kampagne für Saatgut-Souveränität, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Pomologen-Verein, Save Our Seeds, 
Slow Food Deutschland, Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, Zukunftsstiftung 
Landwirtschaft
Kontakte:
Andreas Riekeberg, info@saatgutkampagne.org, Tel.: 0170-11.25.764
Susanne Gura, gura@dinse.net, Tel.: 0177-669.1400
Hans-Joachim Bannier (zu Obstgehölzen), alte-apfelsorten@web.de, Tel.: 0521-121635
Peter Röhrig, roehrig@boelw.de, Tel.: 0160-96459951

Hier ist diese Pressemitteilung als pdf-Datei hinterlegt:
http://www.eu-saatgutrechtsreform.de/pdf/PE_130726_EU_Saatgutrechtsreform_zur_Resolution.pdf

Hier geht es zur gemeinsamen Erklärung zur Reform des EU-Saatgutrechts:
http://www.eu-saatgutrechtsreform.de/

Freitag, 19. Juli 2013

Viel trinken....

...heißt die Devise bei diesen heißen Temperaturen!

Das gilt natürlich auch für unsere Pflanzen.

Aber das die Pflanze Wasser zum Leben braucht, weiß eigentlich jedes Kind. Wasser ist wichtig für den Stoffwechsel unserer Blumen und Kräuter. Aber, was hier nicht vergessen werden darf:

Wasser ist ein wichtiges Kühlmittel für unsere Pflanzen - und auch den Boden!

Ja, dies darf nicht vergessen werden!

Denn Sie haben sich doch bestimmt gewundert, warum Ihre Pflanzen im Beet trotz etwas Gießwasser immer gelber geworden sind?

Dies liegt auch daran, daß die Bodenorganismen bei hohen Temperaturen in den Streik gehen. Denn wer will bei dieser Hitze schon arbeiten!

Eben!

Und ohne Arbeiter im Boden bekommt die Pflanze kein Essen. Weil von den Mikroorganismen keine Nährstoffe aufgeschlossen werden.

Was also machen?

Erst einmal reichlich gießen! So wird auch der Boden abgekühlt und unsere Boden-Arbeiter beenden den Streik.

Dann kann man dem Boden auch neue Arbeiter geben, sozusagen als Streikbrecher.

Doch wie werbe ich die an?

Ganz einfach:

Den Boden mulchen, damit nicht so viel Wasser verdunstet. Da hilft zum Beispiel der Rasen-Schnitt oder die Blätter vom Beinwell.
Zusätzlich sollte man die Pflanzen mit Brennessel-Jauche oder Beinwell-Jauche düngen. (Was eigentlich falsch ist: Denn man düngt ja nie die Pflanze, sondern den Boden!!!)

Pflanzen-Jauche gewinnt man ganz einfach. Hier das Beispiel mit Brennesseln:

Brennesseln grob zerkleinern, in einen alten Eimer geben, mit Wasser auffüllen, Deckel darauf - und gären lassen....

Brennessel-Jauche 


Das Ergebnis hat man bei der Hitze in wenigen Tagen: Eine Jauche voller Mikroorganismen und organischen Nährstoffen. Klar, daß dieses Lebenselixier ein wenig bei der Ausbringung duftet.

Wichtig ist: Diese Jauche nicht pur gießen, denn sonst leidet die Pflanze.

Anwendung:

  1. man gibt auf 10 Liter Wasser ca. 100 ml. 
  2. Umrühren
  3. breitflächig um die Pflanzen gießen

So fördert man wunderbar das Bodenleben durch Nährstoffe und neue Arbeiter. Und diese kleinen Helferlein kümmern sich um unsere Pflanzen.
Unsere Pflanzen bekommen nun wieder die Nährstoffe, die sie brauchen...

....und wir freuen uns über Blüten, Wachstum, Ertrag und Genuß.

Danke, Ihr lieben Helferlein in meinem Boden!


Dienstag, 16. Juli 2013

Neues zum EU-Saatgutrecht.....

Zum Thema neues EU-Saatgutrecht und der dagegen laufenden Petition von Kleinerzeugern, Verbänden, Biobetrieben, privaten Freunden alter Sorten und, und, und habe ich frische Informationen bekommen, die ich hier veröffentlichen möchte.

Wer mehr über dieses sehr heikle Thema erfahren möchte, kann gern hier nachlesen:
www.saatgutkampagne.org

Machen Sie mit, denn hiervon sind auch Sie betroffen!
______________________________________

"Vorsicht vor Halbwahrheiten aus Brüssel!


In Sachen Saatgutrechtsreform bekommt man aus Brüssel derzeit leider mitunter Halbwahrheiten und falsche Informationen über den Verordnungsvorschlag der EU-Kommission http://www.saatgutkampagne.org/PDF/Saatgut_KOM_Entwurf_DE.pdf zu lesen, auch in Mails und Dokumenten von deutschen Abgeordneten. Wir kontrastieren anonymisierte Zitate mit quellenbasierten Gegendarstellungen.

Gerne können Sie uns weitere Statements zuleiten, wir würden im Rahmen der Möglichkeiten dazu Stellung nehmen und ggf. auch die AutorInnen um eine weitere Stellungnahme bitten. Diese Information steht vollständig unter http://www.saatgutkampagne.org/PDF/Vorsicht_vor_Halbwahrheiten.pdf 

1. Lediglich eine Vereinfachung von zwölf Richtlinien zu einer Verordnung?

Halbwahr: „Zunächst ist das Ziel dieser neuen Verordnung, 12 derzeit parallel bestehende Richtlinien zusammenzufassen und den Rechtsrahmen somit zu vereinfachen.“

Klarstellung: (…) der Regelungsbereich wird ausgeweitet, etwa auch die bäuerliche Saatgutproduktion für den Eigenbedarf wird nunmehr erfasst. Diese hat eine erhebliche Bedeutung für saatguterzeugende Betriebe.

2. Wer wird von der Saatgutverordnung betroffen sein?

Falsch: „Nachdem die Europäische Kommission ihren Vorschlag nun am 6. Mai offiziell vorgestellt hat, ist klar, dass Klein- und Hobbygärtner, sowie kleine Unternehmen von der neuen Verordnung nicht betroffen sein sollen.“ Auch falsch „Kleine Landwirte und Hobbygärtner dürfen ihr Saatgut weiterhin ohne Registrierung handeln und tauschen.“

Richtig ist vielmehr, dass Privatpersonen („Hobbygärtner“) von Auflagen betroffen sein können, und dass alle in der Saatgutproduktion erwerbsmäßig tätigen Unternehmer von der Saatgutverordnung betroffen sein werden. Der maßgebliche englische Text des Verordnungsvorschlages bestimmt in Art. 2(d) lediglich, dass die Verordnung nicht angewendet werden soll auf Pflanzenvermehrungsmaterial, „exchanged in kind between persons other than professional operators“, d.h. nur dann nicht, wenn es um geldlosen Austausch zwischen Amateuren geht. Sobald aber Geld ins Spiel kommt oder Saatgut beruflich erzeugt wird, soll die Verordnung greifen!

a) Privatpersonen betroffen!

Auch Hobbygärtner, die auf Saatgut-Tauschbörsen ihr Saatgut gegen ein Entgelt anbieten, würden künftig Auflagen unterliegen: auf den Saatguttütchen müsste nach Art. 36,1(b) künftig der Hinweis „für Nischenmärkte bestimmtes Material“ stehen; die bereitgestellten Mengen müssen dokumentiert werden. Weitere Regeln bezüglich Verpackung, Kennzeichnung und Vermarktung behält sich die EU-Kommission in einem delegierten Rechtsakt vor (Art. 36,3). 

b) Bäuerliche Betriebe und Gartenbaubetriebe mit Saatguterzeugung betroffen

Als „Unternehmer“ gilt nach Artikel 3, Satz 6 des Verordnungsvorschlages jede „natürliche oder juristische Person, die in Bezug auf Pflanzenvermehrungsmaterial berufsmäßig zumindest eine der folgenden Tätigkeiten ausführt: (a) Erzeugung; (b) Züchtung; (c) Erhaltung; (d) Angebot von Dienstleistungen; (e) Bewahrung, einschließlich Lagerung, und (f) Bereitstellung auf den Markt.“
Demnach wären beispielsweise auch Landwirte oder Gärtner, die für ihren eigenen Betrieb Saatgut herstellen, mit der Erzeugung von Pflanzenvermehrungsmaterial beruflich befasst (weil sie eine der Tätigkeiten ausüben) und müssten die Auflagen nach Art. 7 und 8 erfüllen, sie wären für eine lange Liste von Punkten bezüglich dieser Erzeugung zuständig (Art. 7 a – h) (...)

3. Zulassung traditioneller Sorten historisch und geografisch beschränkt

Halbwahr: „Auch sollen traditionelle Sorten keineswegs verboten oder behindert werden, sondern für diese wird es vereinfachte Genehmigungsverfahren und Ausnahmeregelungen geben.“

Richtig: „Ausnahmeregelungen für traditionelle Sorten“ werden in Artikel 57 vorgenommen, wo es um die „Registrierung von Sorten mit einer amtlich anerkannten Beschreibung“ geht. (…) Doch hier werden nur die sog. Erhaltungssorten aufgegriffen und ihre Zulassung an eine vorherigen Verfügbarkeit auf dem Markt geknüpft. Der Antragssteller muss also beweisen, dass eine Sorte bereits auf dem Markt war. Zudem darf ihr Saatgut nur in der „Ursprungsregion“ vermehrt werden. Zudem: der Zulassungskanal für neue Vielfaltssorten als sog. Amateursorten oder „Sorten für besondere Bedingungen“ entfällt nach dem Kommissionsvorschlag.(...)

4. Ausnahmen für Nischensorten gelten nur für Kleinstbetriebe 
(...)
5. Neue Chancen für bäuerliche Hofsorten und Landrassen fraglich
(...)
6. Zum Verhältnis von Saatgutverordnung und Sortenschutz
(...)
7. Zum Verhältnis von Gentechnik und Saatgutverordnung 
(...) 
Andreas Riekeberg, Kampagne für Saatgut-


Alle weiteren Informationen zur Petition erhalten Sie unter diesem Link:

http://www.openpetition.de/petition/online/saatgutvielfalt-in-gefahr-gegen-eine-eu-saatgutverordnung-zum-nutzen-der-saatgut-industrie"

Dienstag, 2. Juli 2013

Leckere Erdbeeren!

Ich mag sie, diese Erdbeeren! Rot und lecker!



Einfach gezuckert mit Milch, da kann mein Schälchen nicht groß genug sein. Oder auf Eis, Quarkspeise, Torte......


HHHhhmmmmmm!

Schade, daß die Saison in wenigen Tagen wieder vorbei ist.

Gourmetkaters Marktplatz & mehr

Beliebte Posts

Follow by Email