Frage die Katze! Der Gourmetkater weiß fast alles!

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Sonntag, 18. August 2019

Und immer noch: Wasser!!!

Dürre in Himbeeren

Ich habe ja schon eine ganze Weile nichts mehr an dieser Stelle geschrieben. Aber das Ganze hat einen einfachen Grund: Ich hatte schlicht keine Zeit!

Warum?

Ich mußte gießen!

Denn auch wenn mir am Marktstand viele Leute - besonders Großstädter - weismachen wollen, daß es doch immer wieder geregnet habe, muß ich klipp und klar sagen: Nein, hat es nicht!!!

Das bißchen Staubfänger-Geniesel, was es mal gegeben hat, reicht nich, um Pflanzen zu bewässern.
Der Boden hat in einer Tiefe, in der die Wurzeln normalerweise nach Wasser graben, keinen Tropfen mehr. Und so blieb mir nichts anderes übrig, als täglich zu gießen. Das dauert dann selbst in meinem kleinen Garten gern mal 4 Stunden. Zeit, die ich sinnvoller hätte nutzen wollen.

Und das Ergebnis: Die Pflanzen bleiben am Leben. Mehr nicht.

Dazu kamen die vielen überheißen Tage des letzten Sommers. Das war auch 2019 wieder der Grund dafür, daß die Befruchtung der Früchte nicht funktioniert hat. Keine Befruchtung, keine Früchte! Oder unschöne Krüppel von Früchten, die nicht schmecken. 
Bienen, Hummeln, Schwebfliegen hatte ich in meinem Garten genug, aber selbst denen wurde es zu heiß. Die Schmetterlinge wurden immer weniger...

Und so sagte ich meinen Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren Adieu. Denn selbst wenn heute noch Regen kommen würde (es hatte ja wieder nur getrippelt), dann ist es für diese Saison zu spät. Keine Ernte, keine Marmelade, kein Geld.

Aber das kapieren die meisten Leute am Marktstand nicht. Im Gegenteil. Irgendwie sind in unserem Raum alle wieder auf den Billig-Flieger. Dürre, Klimawandel egal. Hauptsache die Lebensmittel sind so billig, daß es nicht weh tut, wenn man sie wegschmeißt. das ist die Realität am Marktstand. Und nicht das, was die Medien behaupten.
Das macht richtig Freude, wenn Sie einer mit so einem albernen 1-Weg-Kaffeebecher in der Hand zum Thema Klimawandel beschwatzt und wie schlimm das für die Leute sonstwo ist. Da hilft auch kein "Du Idiot, ich habe den Klimawandel im eigenen Garten!" 
Das verkneife ich mir zu sagen. Denn sonst bin ich der böse Nazi. Bin ich aber nicht, sondern eher umgekehrt. Das verstehen aber die Gutmensch-Faschisten nicht. Deshalb diskutiere ich nicht mehr.

Das Problem ist ja, das Wasser nicht zum Nulltarif da ist. Wasser kostet. Wassergebühren und Strom zum Bewegen. Wenn die Pumpe jeden Tag 4 Stunden läuft, dann summiert sich das.
Nun habe ich nur in einem Garten - noch - ausreichend Wasser, um die Pflanzen am Leben zu halten.
Im zweiten Garten, wo das Obst steht, gibt es kein Wasser.
So sieht das Obst dann auch aus.

Dürre in Brombeeren
Das wenige Wasser, was ich in diesem Garten nutzen kann, bekommen meine Chilis. Die Äpfel sehen im zweiten Dürrejahr traurig aus. Mal sehen, ob die überleben..

Vertrockneter Rasen mit Falläpfeln
In unseren Gärten experimentieren wir schon mit Kulturen, die in Zukunft vielleicht für den Anbau besser geeignet sind. Deshalb gibt es bei uns auch Marmeladen und Chutneys mit Pepino, Samtpfirsich, Tay-Berry, Dorman-Beere, Japanische Weinbeere und andere schöne Sachen. Aber leider brauchen manche noch mehr Wasser als die Klassiker und sind keine Lösung.

So müssen wir eben mit wenig Ertrag leben. Und die Ware an die Leute verkaufen, die zu schätzen wissen, welchen Kampf wir seit Jahren gegen die Dürre führen müssen.


Sonntag, 23. Juni 2019

Wasser!

Einfache Tränke
Einfache Tränke


Bei dieser Hitze im Garten oder Balkon nicht vergessen:

Alle Tiere und Insekten in unserem Garten brauchen Wasser!

Deshalb unbedingt flache Schalen mit Wasser im Garten oder Balkon verteilen, damit Igel, Vögel, Schmetterlinge, Bienen und Co ausreichend Wasser finden.
Insekten brauchen kleine Steine im Wasser, damit sie gut landen können und nicht ertrinken.

Das macht keine Mühe!



Mittwoch, 5. Juni 2019

So eine Hitze!


Man ist das eine Hitze! 35°C hält doch keine Katze aus!
Gut, daß ich da am Morgen noch Fleißig gegossen habe. Denn sonst würden meine Pflanzen förmlich verdorren!

Aber den Bienen scheint das nicht zu stören.


Freitag, 10. Mai 2019

Aussaat für Anfänger - Teil 2: Kokos-Pads

Wie ich bereits in früheren Beiträgen gezeigt habe, geht es mit der Aussaat von meinen Pflanzen ganz einfach!

Kokos-Pad
Doch was mache ich, wenn ich gerade keine Erde für meine Töpfe zur Hand habe?! kein Problem, denn auch hier hat sich der Garten-Fachhandel etwas einfallen lassen! Denn so gibt es Pads aus Kokosfasern (Bild oben), die man mit Wasser aufquellen läßt.
Das war mal ein Grund, solche Pads auszuprobieren. Ich habe dazu mir einige Sets gekauft, die alles bis zum Saatgut dabei hatten. Ich denke, da konnte ich nichts falsch machen.

Die Pads (heißen manchmal auch Quelltopf oder Pille) sind schon in einem Folien-Beutel, der später der Topf wird. Den linken habe ich schon einmal ausgeklappt. So wie der rechte liegen die Pods, wie man die Dinger auch nennen kann, in der Verpackung.


Jetzt kommt Wasser dazu! Ungelogen 400 ml!


Die Kokosfaser quillt recht schnell auf. Ich dachte mir so, das Zeug kann man auch in Windeln stopfen...


Und spätestens nach 20 Minuten sieht man nichts mehr vom Wasser! Außer ein paar Tropfen an der Folie. Das zuvor recht spackige Konstrukt aus Beutel und Kokos ist recht stabil geworden.


Nun braucht man nur noch die Oberfläche ein wenig auflockern und das Saatgut gleichmäßig verteilen! So richtig dreckig werden die Finger dabei auch nicht. Ideal für urbane Gärtner auf der Fensterbank!


Das Saatgut wird noch ein wenig angedrückt. Und wer mehrere Töpfe macht und noch ein Gartenanfänger ist, sollte natürlich auch den Topf beschriften!


Nachdem ich das Saatgut ordnungsgemäß abgedeckt habe, wanderten die Töpfe mit zu meinen anderen Saatgefäßen in das Gewächshaus.

Das Saatgut ging auf. Aber ich muß sagen, meine Pflänzchen in Töpfen mit meiner eigenen Kompost-Erde sind deutlich kräftiger und vitaler als jene im Kokos.
Ich werde deshalb die Kokos-Töpfe noch mit ein wenig gesiebter Komposterde bedecken...

Aber ansonsten kann man mit diesen Kokos-Pads wunderbar mit Kindern das Gärtnern üben, ohne gleich den ganzen Garten mit in die Küche schleppen zu müssen. 

Wer dagegen einen guten Kompost wie ich hat, wird selbst gemachter Aussaat-Erde immer den Vorzug geben. Und dies heißt bei mir immer: Feiner gut gerotteter Kompost, den ich nie dämpfe oder anderweitig abtöte! Purer lebendiger Kompost ohne Beimischungen von Sand oder was auch immer in der Literatur empfohlen wird! D habe ich selten Probleme mit der Aussaat.

Donnerstag, 25. April 2019

Aussaat für Anfänger - Teil 1

im Gewächshaus
im Gewächshaus
Wer in seinem garten exotische oder einheimische Pflanzen anziehen möchte, der kommt um das Thema Aussaat nicht herum. Klar, man kann viele Pflanzen kaufen. Doch wie ich von Jahr zu Jahr feststelle, so wird das Angebot im Handel und den Gärtnereien immer kleiner. Denn so ist es nun einmal: Was nicht verkauft werden kann, weil es der Kunde nicht nimmt, wird nicht mehr angeboten. Gerade jetzt zu Zeiten der Dürre 2018/2019, in welcher wir noch immer stecken, überlegt man sich, was gegossen werden muß und wo man Wasser sparen kann.

Deshalb: Als Gärtner kommt man um die Aussaat nicht herum!

Doch keine Angst! Das geht ganz einfach. Vor vielen Jahren habe ich schon einmal einen Beitrag geschrieben.
https://gourmetkater.blogspot.com/2014/02/zeit-fur-die-aussaat.html

Der einfachste Weg ist, man sät das Saatgut direkt in einen Topf mit Erde. Fertig.

Nun hat man aber vielleicht Probleme, die zarten Samen zu platzieren. Oder man kann nicht so gut sehen.

Auch hier gibt es eine schöne Lösung, die sich der Handel einfallen lassen hat! Das nennt sich Saatscheiben!

Mit denen geht die Aussaat ganz flott! Einfach den Topf mit Erde füllen und die Erde leicht festdrücken.

Darauf legt man nun die Saatscheibe:


Saatscheibe in Topf
Saatscheibe in Topf
 Diese Scheibe wird nun ganz leicht mit Erde bedeckt:

Saatscheibe
mit Erde bedecken
 Ach so, das Etikett nicht vergessen!


Saatscheibe mit Erde bedeckt
Und nun nimmt man eine kleine Kanne mit Wasser und macht den Topf schön feucht. Aber nicht zu viel nehmen!

Nun stellt man den Topf an einen Ort, der auf der Verpackung beschrieben war. Denn jedes Saatgut hat andere Anforderungen.

Die Erde immer leicht feucht halten. Und nun braucht man ein wenig Geduld, bis sich im Topf kleine Pflänzchen zeigen...


Sonntag, 24. März 2019

Ein improvisiertes Frühbeet

Frühbeet
Frühbeet
Die Nächte sind noch recht frisch, da will es im Garten nicht so schnell wachsen, wie ich es als Gärtner gerne hätte.
Wer aber dennoch schnell frische Frühlingszwiebeln oder Salat aus eigener Ernte essen möchte, muß der Natur ein wenig auf die Sprünge helfen, damit es die jungen Pflänzchen schön warm haben.
Meist reicht dafür schon ein einfaches Frühbeet. Und dafür braucht man noch nicht einmal Geld auszugeben!

Ich habe für mein spontanes Frühbeet einfach einen Rahmen genommen, den ich ursprünglich für etwas anderes gebaut hatte. Wer so etwas nicht hat, der zimmert sich aus alten Latten einen Rahmen.
Darauf lege ich einfach ein paar alte Fenster, die ich mir irgendwann einmal gesichert habe.

Und das war es auch schon!

Das Frühbeet lege ich auf mein Beet und schon wird es meinen Zwiebeln und Co. warm.

Und wenn der Salat und die Steckzwiebeln den Schutz nicht mehr brauchen, stelle ich mein Frühbeet einfach wieder in die Ecke und das Beet wird frei zugänglich.

Im nächsten Jahr brauche ich mein Frühbeet einfach wieder nur zu greifen und auf das gewünschte Beet zu legen...

Viel Spaß beim Nachbau! Wer keine Fenster hat, fragt einfach mal eine Fensterfirma, ob die welche gerade ausgebaut und übrig hat!

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